Förderschule Arche
Schulprogramm 2014
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© 2017 Förderschule Arche

 

Vorwort

„Was glaubst du eigentlich, wer du bist ...? oder ARCHE – ein Name verpflichtet ...?

Um diesen Fragen nachzugehen, wollen wir uns an dieser Stelle zunächst den Ursprung
unseres Schulnamens einmal vor Augen führen. Die „ARCHE“ war das Schiff Noahs, mit
dem er Tiere (von jeder Art ein Paar) und auch die Menschen (in diesem Fall seine Familie)
vor der großen Sintflut gerettet hat. So steht die Geschichte in der Bibel. Wer das
nachlesen will, kann das in seiner Bibel im 1. Buch Mose tun. Dort wird beschrieben, dass
es diese vielen und sehr unterschiedlichen Wesen über einen langen, aber überschaubaren
Zeitraum auf engstem Raum sehr gut miteinander ausgehalten haben.

Unser Wunsch und Ziel: So sollte, könnte, müsste unsere Schule auch sein …

... viele verschiedene Menschen (die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die
Lehrerinnen und Lehrer, die Schulsozialarbeiterin, die Sekretärin, der Hausmeister, die
jungen Menschen, die an unserer Schule Bundesfreiwilligendienst leisten, das Personal der
Schulmensa, das Reinigungspersonal ...) fahren auf unserem „ARCHE – Schiff“, lassen sich
die rauen Winde des Schulalltages und ihres Lebens um die Nase wehen, kommen
miteinander klar und hoffen darauf, dass sie bald wieder sicheren Boden unter den Füßen
haben. Fast wie Noah. Die vielen verschiedenen Menschen auf unserem „Schiff“ bringen
aber ganz nebenbei auch noch viele verschiedene Einstellungen, Glaubensrichtungen,
Nationalitäten, Meinungen und Empfindungen mit. Diesen müssen wir Lehrerinnen und
Lehrer der ARCHE Rechnung tragen.

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Zielsetzungen der Förderschule Arche

Die Förderschule Arche ist die zuständige Förderschule mit dem Förderschwerpunkt
Emotionale und soziale Entwicklung (Primarstufe) im Kreis Herford.

Die Förderschule Arche möchte Schülerinnen und Schülern, die für ihre weitere schulische
Entwicklung in einem bestimmten Zeitraum eine konstante und intensive Unterstützung
durch sonderpädagogische Lehrkräfte benötigen und in einer allgemeinen Schule nicht
mehr hinreichend und nachhaltig gefördert werden können, Raum und Zeit bieten …
      sich in einer Schule neu zu orientieren,
      sich wieder auf die eigenen Stärken zu konzentrieren,
      Teamfähigkeiten zu entwickeln oder zu erweitern,
      wieder die eigenen Lernfortschritte zu erkennen,
      sich auf Hilfen ihrer Lehrer einzulassen,
      Fähigkeiten zum konstruktiven Umgang mit Konflikten zu erwerben und
      ihr schulisches Lernen eigenverantwortlich zu gestalten.


Die Organisationsstruktur der Förderschule Arche als gebundene Ganztagsschule bietet
dabei den Lehrerinnen und Lehrern die Vorteile …
      eine fördernde Beziehungsstruktur zu den Schülern aufzubauen,
      Bewegungsspielräume zu gestalten,
      soziale Lernprozesse zu entwickeln bzw. zu intensivieren,
      Lern- und Arbeitszeiten zu flexibilisieren und
      außercurriculare Schwerpunkte im Schulalltag zu verankern.


Wesentliches Ziel ist dabei, die Schüler zu befähigen, nach Rückkehr in eine allgemeine
Schule dort selbstständig die erforderlichen Arbeitsprozesse zu organisieren und
vollständig von allen Lernangeboten zu profitieren. Daher gehört es unabdingbar zum
Konzept   der   Förderschule   Arche     die   Vernetzung   mit   allen   Grundschulen   und
weiterführenden Schulen im Kreis Herford weiterzuentwickeln, um den Übergang in die
allgemeine Schule für diese Schüler abgestimmt zu organisieren.

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Schulstruktur

Insgesamt besuchen derzeit ca. 100 Schülerinnen und Schüler die Förderschule Arche.
Unterrichtet werden diese in sieben zum Teil jahrgangsübergreifenden Klassen mit einer
Gruppenstärke von bis zu 16 Kindern.

Im Hauptgebäude der Schule befinden sich neben den Büros der Schulleitung (Herr Bruns-
Potthoff, Herr Heide), der Schulsozialarbeiterin (Frau Becker), der Sekretärin (Frau
Paelicke-Kilian) und des Hausmeisters (Herr Rösch) des Weiteren das Lehrerzimmer, eine
große Aula, eine kleine Bücherei und Fachräume für Musik und Kunst/Werken sowie eine
geräumige Schülerküche und vier Klassenräume untergebracht. Drei weitere Klassenräume
sowie eine Mensa befinden sich im Pavillon, der im Zuge des Umzugs auf dem
Schulgelände erbaut wurde. Fast alle Klassenräume verfügen über einen Gruppenraum zur
äußeren Differenzierung oder zur Arbeit mit Kleingruppen.

Das Mittagessen wird von einem externen Essensanbieter zur Mensa angeliefert. Die
Verteilung des Mittagessens wird von Frau Krömker organisiert.

Für den Sportunterricht steht den Schülerinnen und Schülern direkt angrenzend an das
Schulgebäude eine große Sporthalle zur Verfügung.

Das sich an das Hauptgebäude anschließende Pausenhofgelände bietet den Schülerinnen
und Schülern durch Rasen-, Pflaster-, und Sandflächen sowie die nach dem Umzug wieder
zur Verfügung gestellten Spielgeräte wie Schaukel, Wippe und Klettergerüst vielfältige
Bewegungs- sowie Beschäftigungsmöglichkeiten. Angrenzend an das Pausenhofgelände
kann eine große Wiese von den Kindern als „Bolzplatz“ genutzt werden.

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Schulprojekt Balance

Das Schulprojekt Balance ist ein Kooperationsprojekt der Förderschule Arche mit der Ev.
Jugendhilfe Schweicheln sowie zum Teil der Eickhof-Schule (Förderschule Sek. I mit dem
Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung des Kreises Herford) in
Hiddenhausen.

In dem Projekt können bis zu 8 Kinder unterrichtet werden. Entstanden ist das
Schulprojekt Balance aus der Zusammenführung des Schulprojektes Piccobello, welches
seit 2007 Kinder aus der Intensivwohngruppe Piccobello beschult und einer Außengruppe
des Schulprojektes „Blaupause“.

Die Schüler im Schulprojekt Picobello waren zunächst ausschließlich schwersttraumatisierte
Kinder, die aufgrund eines komplexen Störungsbildes nicht oder noch nicht am Unterricht
einer regulären Grund- oder Förderschule teilnehmen konnten.

Die Lerngruppe öffnete sich dann für Kinder aus anderen Angeboten der Ev. Jugendhilfe
Schweicheln, die z.B. aufgrund einer Inobhutnahme kurzfristig einer Beschulung
bedurften. Schließlich werden inzwischen auch externe Schüler aus dem Kreis Herford
beschult, die zumeist schon an verschiedenen Schulen aus unterschiedlichen Gründen
nicht mehr beschult werden können.

Der Unterricht im Schulprojekt findet stark ritualisiert in Kleinstgruppen oder in
Einzelförderung statt.

Der Tagesablauf von Montag bis Freitag ist:
08.00 Uhr    Offene Eingangsphase
08.30 Uhr    Morgenrunde
08.45 Uhr    Sprache / Deutschunterricht
09.30 Uhr    Frühstückspause
09.45 Uhr    Rechnen / Mathematikunterricht
10.30 Uhr    Draußen-Pause
10.45 Uhr    Förderunterricht aus dem Bereich Sachkunde / Computer / Kunst / Werken
11.30 Uhr    Spielpause
11.45 Uhr    Förderunterricht aus dem Bereich Sport / Schwimmen / Psychomotorik /
                  Hauswirtschaft / ggf. Englisch
12.30 Uhr    Abschlussrunde und Schulschluss

Alle Schüler haben im Projekt "Balance" die Gelegenheit, spielerisch ihre Fähigkeiten
wiederzuentdecken, Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl zu entwickeln, soziale
Kompetenzen zu erlernen, Motivation und Konfliktfähigkeit zu entwickeln, neue Verhaltensweisen auszuprobieren und einzuüben und daran zu arbeiten, einen
strukturierten Schultag wieder durchzuhalten, um eine Reintegration in eine allgemeine
Schule oder den Klassenverband einer Förderschule zu erreichen.

Die personelle Besetzung mit einem Team, welches zuletzt aus einer Erzieherin, einer Ergotherapeutin und einem Sonderpädagogen der Arche besteht, ermöglicht die notwendige Flexibilität in der alltäglichen Arbeit.

Einen wichtigen Baustein im Schulprojekt bildet weiterhin die enge Verknüpfung und der
nicht selten tägliche Austausch mit den Eltern, Pflegeeltern, Mitarbeitern der
Wohngruppen, Therapeuten, Ärzten und Mitarbeitern der Jugendämter untereinander.

Alle Mitarbeiter des Schulprojektes haben eine Fortbildung auf der Grundlage des PART-
Konzeptes (Professional Assault Response Training / Professionell handeln in
Gewaltsituationen) absolviert.

Voraussetzung für die Beschulung im Schulprojekt ist die Kostenübernahme des jeweils
zuständigen Jugendamtes.

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Mädchenarbeit

Mädchen an der Förderschule Emotionale und soziale Entwicklung sind seit Jahren keine
Ausnahme mehr, sondern bilden eine konstante Schülergruppe.

Für die Entwicklung einer eigenständigen weiblichen Identität benötigen Mädchen Raum
für neue Erfahrungen und Erlebnisweisen. In diesem Sinne treffen sich die interessierten
Schülerinnen regelmäßig wöchentlich für zwei Schulstunden zur Mädchengruppe in dem
Mädchenraum. Dabei bietet der Mädchenraum unseren Schülerinnen einen Rückzugsort,
frei von schulischen Bewertungen und offen für alle Themen und Probleme.

Mädchenalltage sind oftmals geprägt von Beziehungsproblemen und viele Mädchen sind
bemüht, es allen recht zu machen. Der eigene Standpunkt wird dabei oft immer wackeliger. 

In der Mädchengruppe stehen dabei in besonderem Maße die Individualität der
Mädchen und ihre Bedürfnisse, ihre Themen und Interessen zunächst wertungsfrei im
Mittelpunkt. Auf einer solchen Basis sind dann das gemeinsame Fördern von Sozial- und
Gruppenverhalten, das Hinterfragen von Rollen und etablierten Verhaltensmustern sowie
Übungen zur Selbstwahrnehmung und Selbstbehauptung erst möglich.

Vielen Mädchen fällt es noch schwer, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu spüren, eigene
Interessen zu entwickeln und sich für die Realisierung einzusetzen. Oft machen sie ihre
eigene Zufriedenheit von anderen abhängig. In der Mädchengruppe können die Mädchen
Spaß an gemeinsamen Aktivitäten entwickeln und Abhängigkeiten von anderen reduzieren.
Darum sollen vor allem der Spaß und positive Erlebnisse in der Gruppe nicht zu kurz
kommen.

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Unterrichtsstruktur

Jede Klasse wird von einem Klassenlehrerteam von in der Regel zwei bis drei Kollegen
geleitet. Bei der Zusammensetzung der Teamstruktur werden nach Möglichkeit beide
Geschlechter und unterschiedliche Altersstrukturen der Lehrkräfte berücksichtigt. 

Das Lehrerteam einer Klasse deckt in der Regel den gesamten Fächerkanon ab. Der Großteil
der Unterrichtsstunden wird in Doppelbesetzung erteilt, d.h. zwei Lehrkräfte erteilen den
Unterricht in Form von Co- oder Team-Teaching. Die Rollenverteilung in den einzelnen
Unterrichtsstunden liegt im Ermessensrahmen des Teams. 

Durch die Doppelbesetzung kann für jeden Schüler eine individuelle Förderung gewährleistet werden, die stetig neu
auf seine Bedürfnisse, sozialen und fachlichen Kompetenzen und sein äußeres Umfeld
ausgerichtet wird. Sind zwei Lehrer in einer Klasse anwesend, steht den Schülern
genügend Raum und Zeit zur Verfügung aktuelle Ereignisse und Konflikte zu klären und zu
reflektieren. Diese sofortige Unterstützung und enge Begleitung der Schüler ist ein
zentraler Aspekt der pädagogischen Arbeit an der Förderschule Arche. 

Bei Bedarf kann sich eine Lehrkraft gezielt um einzelne Schüler oder eine Gruppe kümmern, ohne dass
effektive Lernzeit verloren geht. Die sofortige Bearbeitung von Krisensituationen ist
besonders wichtig, denn Kinder können nur erfolgreich lernen, wenn sie sich in ihrem
Umfeld wohl und angenommen fühlen. Ungeklärte Konflikte blockieren einen weiteren
Lernfortschritt.

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Projektwochen

Im Verlauf des Schuljahres bringen drei Projektwochen Abwechslung in den
Unterrichtsalltag. In dieser Zeit haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich in
neuen Bereichen (z.B. künstlerisch, musikalisch, sportlich, …) zu erproben. In einer
Projektwoche werden die normalen Alltagsstrukturen aufgebrochen und der Schultag
erhält eine neue Schwerpunktsetzung. Durch das meist eigenständige Erproben (oft
interessengeleitet) lernen die Schüler viel über ihre Stärken und Fähigkeiten. Sie
erwerben neue Fertigkeiten, die sich positiv auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins
und die Festigung sozialer Kompetenzen auswirken.

Die erste Projektwoche im Schuljahr findet im November statt.Sie steht unter einem kreativen bzw. künstlerischen Motto. Während der Projektwoche arbeiten alle Projektgruppen an einem Oberthema. Am Ende der Woche präsentieren die einzelnen Gruppen ihre verschiedenen Arbeitsergebnisse. 

Je nach Themenstellung werden die Resultate im Rahmen einer schulinternen Veranstaltung präsentiert. Dadurch erfahren die Schüler eine Würdigung ihrer Leistungen, welche nachhaltig positiv die Entwicklung der sozialen Kompetenzen begünstigt.

Im März/April wird jedes Jahr die „Pflegewoche“ durchgeführt. In dieser Zeit steht den Klassen genügend Raum zur Verfügung, um wechselnde Lern-und Trainingsspiralen zu den vier Bausteinen nach Klippert („Methodentraining“, „Kommunikationstraining“, „Teamentwicklung“, „Eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen im Fachunterricht“) zu absolvieren. Die Auswahl der Themen richtet sich nach dem individuellen Entwicklungsstand und den Förderzielen der einzelnen Klassen. Die Themenfindung und Planung der Inhalte liegt bei dem Klassenlehrerteam. Die Durchführung der Pflegewochen findet immer intern in den einzelnen Klassen statt.

Im Juni/ Juli nehmen die Kinder an einer dritten Projektwoche teil, diese steht unter dem
Motto „Bewegung“. Die Schüler erhalten die Möglichkeit, vielseitige Bewegungserfahrungen zu sammeln. In dieser Woche wählen die Kinder interessengeleitet die
einzelnen Angebote aus.

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Schulfeste

Schulfeste sind besondere Höhepunkte im Schuljahr. Gemeinsam mit Eltern und Schülern
werden Feste wie z.B. Lichterfest, Sommerfest oder Adventsfeier vorbereitet und
durchgeführt. Dabei wird viel Wert auf die Gemeinschaft der Schüler, ihrer Eltern und
Familienangehörigen, der Lehrerteams und Mitarbeiter der Schule gelegt. Eine besondere
Atmosphäre und eine lockere Stimmung fördern das Miteinander und lassen Raum für
Gespräche.

(Terminplan)

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Unterrichtsinhalte

Die Unterrichtsinhalte orientieren sich an den Richtlinien und Lehrplänen für die
Grundschule     des    Landes    Nordrhein-Westfalen       und     an    den     individuellen
Lernvoraussetzungen    jedes    einzelnen   Schülers.     Der    individuelle   Förder-   und
Entwicklungsplan gibt vor, welche Kompetenzstufen von jedem Schüler zu erzielen sind.
Die Unterrichtsinhalte werden immer wieder neu an die Lernvoraussetzungen der Schüler
angepasst. Dabei wird das Ziel der Rückschulung immer im Fokus behalten. Die
Fächerverteilung und Stundentafel basieren ebenfalls auf o.g. Richtlinien. Kinder mit dem
weiteren Förderschwerpunkt Lernen werden gemäß den Vorgaben des Bildungsganges
Lernen unterrichtet.

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Stundenplan

Die Unterrichtszeiten finden Sie hier:

Unterrichtszeiten

Üblicherweise findet im Vormittagsbereich schwerpunktmäßig der Unterricht in den
Hauptfächern statt. Am Nachmittag stehen kreative Fächer wie Kunst und Musik,
sportliche Angebote oder auch spielerische Aktivitäten und die Förderung der sozialen
Kompetenzen im Vordergrund.

In der Regel finden an einem Nachmittag in der Woche eine Fußball-AG und die Treffen
der Mädchengruppe statt.

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Gemeinsames Mittagessen

Als Ganztagsschule bieten wir den Schülerinnen und Schülern eine Mittagsverpflegung an.
Neben der täglichen Versorgung betrachten wir die Einnahme einer gemeinsamen Mahlzeit
als pädagogischen Auftrag.

Wir sehen darin eine Wertschätzung von Lebensmitteln sowie die Möglichkeit, die
praktische Anwendung von Tischregeln, die angemessene soziale Verhaltensweisen wie
Achtung und Rücksichtnahme beinhalten, einzuüben.

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Schulobst - "Frische Früchtchen für unser junges Gemüse"

Bereits seit einigen Jahren dürfen sich unsere Schülerinnen und
Schüler jede Woche auf frisches Obst und Gemüse freuen. Die
Teilnahme am "EU-Schulobst- und -gemüseprogramm NRW"
betrachten wir als einen weiteren Baustein im Sinne der
Gesundheitserziehung, der wir uns aktiv verpflichtet fühlen. Ein
gesundes Schulfrühstück bildet aus unserer Sicht eine wichtige
Grundlage für einen erfolgreichen Schultag.

Unterstützt von den Lehrkräften kümmern sich die Kinder oftmals selbst um das Waschen,
Schälen, Schneiden und Verteilen der begehrten Snacks und setzen sich so aktiv mit
gesunder Ernährung auseinander. Projekte wie das Besichtigen von standortnahen
Landwirtschaftsbetrieben, Besuche der Landfrauen oder gemeinsames Kochen in der
großzügig ausgestatteten Schülerküche ergänzen Gesundheitsthemen im Sachunterricht
und fördern das Bewusstsein für unsere Lebensmittel und ihre Wertigkeit.

Kooperationspartner und Lieferant vorzugsweise heimischer Erzeugnisse:

Obsthof Otte
Heidestraße 42, 32120 Hiddenhausen
Telefon: 05223 - 834000

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Klassenfahrt

In der Regel wird an unserer Schule ab dem zweiten Schuljahr einmal im Jahr eine drei-
bis sechstägige Klassenfahrt durchgeführt.

Inhaltliche Schwerpunkte sind die Bildung der Klassengemeinschaft, der Erwerb von
Sozialkompetenzen, die Entwicklung von Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein,
Umgebungs- und Ortserkundungen, Wanderungen und Freizeitangebote.

Die Klassenfahrt als eine handlungsorientierte und erlebnispädagogische Methode fördert
das soziale Miteinander und gruppendynamische Prozesse innerhalb des Klassengefüges.
Die   Schüler   erfahren   Spaß    und     Freude     an     gemeinschaftlichen    Aktionen   im
außerschulischen Rahmen und erlernen ein adäquates Verhalten in der Öffentlichkeit, wie
z.B. das Auftreten und Verhalten während der Bahn- und Busfahrten, in öffentlichen
Gebäuden und Räumen und im Speisesaal.

Zusätzlich lernen sich die Schüler und ihre Lehrpersonen gegenseitig während der Fahrt in
außerschulischen    Kontexten     und    Alltagssituationen     kennen.   Dieser    entstandene
Beziehungsaufbau zwischen Schüler und Lehrperson wirkt sich positiv auf den
Unterrichtsalltag aus.

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Klassenaktionen

Unter Klassenaktionen verstehen wir Unternehmungen und Feste innerhalb der Klassen,
die das Gemeinschaftsgefühl fördern.

Durch eine jährlich stattfindende Übernachtungsaktion der Klasse in der Schule nehmen
die Schüler und Schülerinnen ihr Schulgebäude nicht nur als Lern- und Arbeitsstätte,
sondern auch als Lebensraum wahr.

Gemeinsam mit den Eltern finden im Laufe der Grundschulzeit Bastelnachmittage,
vorweihnachtliche Feste und Schuljahresabschlussfeste statt. Außerdem nehmen wir im
Klassenverbund an außerschulischen Veranstaltungen z.B. Chorfesten teil.

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Wiederkehrendes im Schuljahr

Eine feierliche Begrüßung der Schulstarter und neuen Schüler der Arche findet eingerahmt
durch einen Gottesdienst zu Beginn jedes Schuljahres statt. Dies geschieht in enger
Kooperation mit der Grundschule Stift Quernheim.

In der Adventszeit treffen sich montags morgens in der Aula alle Schüler und Lehrer zu
einem besinnlichen Start in die Woche. Das Hören von Geschichten und das gemeinsame
Singen stimmen uns auf die Weihnachtszeit ein.

Feste wie Advent, Weihnachten, Ostern Pfingsten, Erntedank u. a. werden zusätzlich in
vielen Klassen intensiv und auf unterschiedlichste Arten gefeiert. Außerdem gibt es zu
Weihnachten und zu Ostern Gottesdienste, die wir als gesamte Schulgemeinde in der
Kirchengemeinde Hagedorn mit der dortigen Pastorin, Frau Schwarze feiern.

In der vierten Klasse erwerben die Schüler und Schülerinnen den Fahrradführerschein. Von
dem     zuständigen     Verkehrspolizist   erhalten     sie   theoretische    und      praktische
Unterrichtseinheiten. Abschließend wird eine Prüfung in beiden Bereichen abgelegt.

Das große Highlight eines jeden Schuljahres und besonders
am Ende der eigenen Schulzeit an der Arche ist der feierlich
gestaltete „Rauswurf“ der Schüler.

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Förderplanung

Im Rahmen der Förderplanung werden regelmäßig Förderpläne für jeden einzelnen
Schüler erstellt. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Förderung und werden einmal
jährlich an speziellen Förderplansprechtagen mit den Eltern besprochen und evaluiert.

Neben    aktuellen    persönlichen   Daten,   wie     Name,   Klassenstufe,   Alter,   beteiligte
Lehrpersonen enthält der Förderplan ausführliche Beschreibungen zu den Bereichen Lern-
und Arbeitsverhalten, Sozialverhalten und Emotionalität.

Zum Bereich Lernverhalten werden Schwerpunkte wie Anstrengungsbereitschaft und
Ausdauer, Konzentration, Selbständigkeit beim Lernen und Sorgfalt beim Lernen genauer
betrachtet.

Der   Bereich      Sozialverhalten   bezieht     sich     auf    die   Schwerpunkte    Kooperation,
Selbstwahrnehmung,        Selbstkontrolle,     Einfühlungsvermögen         und   Hilfsbereitschaft,
angemessene Selbstbehauptung sowie Sozialkontakte.

Die Schwerpunkte Selbstbewusstsein, emotionale Stabilität, Konfliktverhalten, und
Selbstwahrnehmung werden im Bereich Emotionalität dargestellt.

Neben der ausführlichen Darstellung des Ist-Zustandes zu den genannten Bereichen
werden    dazugehörige      Förderziele     formuliert.    Des     Weiteren   werden    individuelle
Förderangebote beschrieben, die dazu dienen die genannten Förderziele zu erreichen.
Auch Fördermaßnahmen bezüglich Logopädie, Ergotherapie etc. werden besprochen und
Vereinbarungen diesbezüglich können im Förderplan schriftlich festgehalten werden.

Die Ergebnisse werden im Folgenden evaluiert und die Förderpläne entsprechend
fortgeschrieben.

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Beratungskonzept

Die Förderschule Arche berät Lehrkräfte der Grundschulen im Kreis Herford sowie der
Grundschulen im Stadtgebiet Herford in kollegialem Austausch:

  • fallbezogen,
  • unterrichtsbezogen,
  • zu Fragen sonderpädagogischer Diagnose und Unterstützung sowie
  • prozessbegleitend.

Die Beauftragung zu einer Beratung durch die Förderschule Arche erfolgt nach
eingegangener schriftlicher Beratungsanfrage durch eine Lehrkraft der Grundschule, die
mit ihrer Beratungsanfrage gleichzeitig ihr Beratungsanliegen formuliert. 

Für den ersten Kontakt zwischen der Lehrkraft der Grundschule und einer Lehrkraft der Förderschule
Arche wird eine unsystematische Unterrichtshospitation vereinbart. Die beauftragte Lehrkraft der Förderschule Arche hospitiert in ein oder zwei Unterrichtsstunden in der
betreffenden Klasse, um sich ohne Nennung des Namens einer Schülerin bzw. eines
Schülers zunächst einen originären Gesamteindruck über die Zusammensetzung des
Klassenverbandes, die Unterrichtsstruktur, die Räumlichkeiten, die „Pädagogik“ des
Klassenraums und das Interaktionsgefüge zwischen der Lehrkraft der Grundschule und
den Schülern zu verschaffen. 

Die in diesem Rahmen stattfindenden Beobachtungen fußen zwar grundlegend auf den schriftlichen Erläuterungen der Lehrkraft der Grundschule
bezüglich der Problemdefinition, der Zieldefinition und zum Beratungsanliegen. Sie
ermöglichen jedoch dem Beobachter in der Substanz einen unvoreingenommenen Einblick
in das aktuelle Geschehen der Klasse, geben ihm Aufschluss über Inhalt und Methodik des
Unterrichts und so die Möglichkeit, Bezüge zwischen den Rahmenbedingungen des
aktuellen Unterrichts und den verschiedenen Verhaltensaspekten einzelner Schüler
herzustellen. Da ein auffällig gewordener Schüler häufig komplexe Probleme in seiner
Methodenkompetenz, seinen Fähigkeiten der Konzentration und zur adäquaten
Aufmerksamkeit für den Unterrichtsprozess sowie seinen Fähigkeiten zur adäquaten
Kommunikation und Interaktion zeigt, mündet die unsystematische Unterrichtsbeobachtung in der Regel in eine systematische Verhaltensbeobachtung. 

Diese Form der Verhaltensbeobachtung ermöglicht der Lehrkraft der Förderschule auf der Basis
des Vergleichs der Lern- und Leistungsfähigkeiten aller anwesenden Schüler Rückschlüsse
auf den Lern- und Entwicklungsstand des betreffenden Schülers zu ziehen und ggf.
diskrete Hinweise auf Marginalisierungsprozesse im Klassenverband zu eruieren. 

Dieser Teil des Beratungskontextes ist von wesentlicher Bedeutung für das sich anschließende
Gespräch zwischen den Lehrkräften: 
Die Ergebnisse der unsystematischen Beobachtung und der systematischen Verhaltensbeobachtung werden von der Lehrkraft der
Förderschule dargestellt und gemeinsam mit der Lehrkraft der Grundschule in Zusammenhang mit dem formulierten Beratungsanliegen reflektiert. In der Regel
entwickelt sich aus diesem Gesprächsansatz ein kollegiales Fachgespräch und mündet in eine kollegiale Fallberatung. 

Grundlagen dieser kollegialen Fallberatung bilden das schriftliche formulierte Beratungsanliegen der Lehrkraft der Grundschule, der aktuelle
Fallaufwurf durch die Lehrkraft der Förderschule sowie die bereits durchgeführten Lehrerinterventionen und Fördermaßnahmen. 

Die im Gesprächsprozess sich ergebenden Lösungsansätze und Zielsetzungen werden zwar in gemeinsamer Beratung erarbeitet, jedoch in letzter Konsequenz von der Lehrkraft der allgemeinen Schule definiert und
beziehen sich auf …

  • eine Aktualisierung der Förderplanung mit nachfolgender Evaluation,
  • die Vorbereitung und Durchführung eines Beratungsgesprächs mit den Erziehungsberechtigten,
  • die Vereinbarung zu weitergehender Verhaltensbeobachtung und Diagnostik,
  • die Überprüfung eines möglicherweise vorliegenden Bedarfs an sonderpädagogische Unterstützung.

Alle Inhalte der Beratung werden von der Lehrkraft der Förderschule in einem
Beratungsnachweis sowohl inhaltlich und auch in Bezug auf die getroffenen
Vereinbarungen festgehalten und dienen so als Grundlage für Elterngespräche, weitere
Beobachtungen und zur Evaluation.

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Aspekte der Elternarbeit

An unserer Schule ist Elternarbeit oder besser formuliert Elternzusammenarbeit ein entscheidender Faktor für die gelingende gemeinsame Begleitung des schulischen Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler.

Eltern sind die Experten ihrer Kinder. In einer auf Augenhöhe und Kongruenz beruhenden gemeinsamen Erörterung des Lern- und Arbeitsprozesses der Schülerinnen und Schüler sehen wir die besten Voraussetzungen die Kinder intensiv zu unterstützen.

Für diese Unterstützung sind vier Elternsprechtage im Schuljahr eine Kommunikationsplattform. Der erste Elternsprechtag (auch Förderplantag genannt) findet ca. 6 – 8 Wochen nach Schuljahresbeginn statt. An ihm werden mit den Eltern die ersten Entwicklungs- und Förderschwerpunkte besprochen und festgelegt; ebenso die Maßnahmen zur Stärkung der Entwicklungspotentiale und die Formulierung der gewünschten Ziele (siehe 5.).

Zwei Sprechtage finden zeitnah zu der Vergabe der Zeugnisse statt, ein weiterer circa in der Mitte des zweiten Schulhalbjahres statt.

Ein schnelles und intensiv genutztes Kommunikationsmittel zwischen Eltern und Schule sind die Mitteilungshefte. Eltern und Lehrer schätzen dieses Austauschmedium sehr, um spontane Informationen mitzuteilen aber auch um andere Hinweise geben zu können.

Selbstverständlich sind im Bedarfsfall jeder Zeit Gespräche zwischen Eltern und Schule möglich.

Elternarbeit beinhaltet auch die Vermittlung und Zusammenarbeit mit externen Institutionen, die im Sinne einer positiven schulischen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler unterstützend mitwirken. Bei der eventuell notwendigen Schaffung sozialer Netzwerke arbeiten Schule und Eltern zusammen.

Die Mitwirkung bei der aktiven Gestaltung schulischer und klasseninterner Veranstaltungen ist gewünscht und wird von Eltern intensiv wahrgenommen.

Ein weiterer Aspekt, bei dem Eltern Schule als in pädagogischen Fragen beratende Einrichtung wahrnehmen können, sind Schulgemeindeversammlungen mit externen Fachleuten.

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Schulsozialarbeit an der Förderschule Arche

Schulsozialarbeit ist ein professionelles sozialpädagogisches Angebot der Jugendhilfe, das eigenständig und dauerhaft im Schulalltag verankert ist und sich präventiv, unterstützend und krisenintervenierend an die Schüler und Schülerinnen und deren Eltern sowie an die Lehrer und Lehrerinnen richtet. Die Schulsozialarbeit gestaltet den Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schule mit. Dabei greift sie auf Methoden, Ziele und Angebote der Jugendhilfe zurück.

Die Schulsozialarbeit  ist ein eigenes Arbeitsfeld im Gesamtkontext der Förderschule Arche und versteht sich als ergänzender und kooperativer Baustein der Sonderpädagogik.

Die schulischen aber auch persönlichen Probleme der Schüler und Schülerinnen können vielfältig und kompliziert sein. Als Vertrauensperson und Ansprechpartner kann die Schulsozialarbeiterin zwischen Schülern, Lehrern und Eltern vermitteln und unterstützen. Durch individuelle Hilfsangebote, Gruppenarbeit und der Zusammenarbeit mit der Schule, den Eltern und verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe soll die Schulsozialarbeit zur Verbesserung der Lern- und Entwicklungsbedingungen der Schüler und Schülerinnen beitragen.

Die Schulsozialarbeit an der Förderschule Arche unterliegt der Dienst- und Fachaufsicht des Kreises Herford. Sie ist mit einer halben Stelle vom Amt Jugend und Familie des Kreises Herford besetzt.

Ziele der Schulsozialarbeit in der Förderschule Arche

Für die Schülerinnen und Schüler stellen sich folgende Ziele dar:

  • die emotionale Stabilisierung,
  • die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung,
  • die Förderung sozialer Kompetenzen,
  • die Unterstützung bei Lebenskrisen in Schule, Familie und sonstigem Umfeld,
  • die Förderung der Konfliktfähigkeit und Eigenverantwortung.

Auf die Eltern bezogen stellen sich folgende Ziele dar:

  • die Motivierung der Eltern zur Mitwirkung bei schulischen Prozessen,
  • die Unterstützung der Eltern bei schwierigen Erziehungsfragen und Lebenssituationen und
  • die Vernetzung der Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung, des Jugendschutzes und der Gesundheitsförderung.

Auf die Schule bezogen erhalten folgende Ziele Relevanz:

  • Beitrag zum Erhalt einer fördernden sozialen Atmosphäre im Schulalltag sowie
  • die Vernetzung und Kooperation von Schule und anderen Institutionen.

Grundbausteine der Sozialen Arbeit an der Arche

Die Schulsozialarbeit an der Förderschule Arche ist vorrangig auf die emotionale und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler in Zusammenhang mit ihren sozialen Bezugssystemen wie Familie, Wohnumfeld und Schulklasse gerichtet.

Aus der Analyse und dem Erkennen sozialer, psychischer, interaktioneller und systemischer Zusammenhänge folgt die Notwendigkeit von individueller Begleitung, sozialer Gruppenarbeit, Krisenhilfe, Eltern- und Lehrerberatung insbesondere im Sinne präventiver Hilfen.

Beratung

Durch die ständige Präsenz der Schulsozialarbeiterin im Schulalltag ergeben sich für die Schüler und Schülerinnen Möglichkeiten, ein Vertrauensverhältnis zu ihr aufzubauen und sich Rat zu holen (z. B. durch die Gestaltung der „Aktiven Pause“ oder im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit). Die Schulsozialarbeiterin bietet ihnen dabei sowohl informellen Rat als auch formelle Beratungsprozesse zu fest vereinbarten Terminen an.

Die Eltern werden durch Einzelberatungen sowie die Teilnahme der Schulsozialarbeiterin bei Hausbesuchen, an „Runden Tischen“ und bei Vermittlungshilfen unterstützt. Solche Angebote sollen der Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern sowie der Unterstützung in Problem- und Krisensituationen dienen. Die Unterstützungsleistung der Sozialarbeiterin beinhaltet in der Regel keinen längeren Beratungskontext, sondern zielt auf eine Vermittlung und Inanspruchnahme von Leistungen der Jugendhilfe und anderer Hilfsangebote.

Einzelfallhilfe

Einzelfallhilfe umfasst die Fallarbeit mit den betreffenden Schülerinnen und Schülern zur Entwicklung von Lösungsperspektiven in einzelnen Konflikt und Krisensituationen. Schülerinnen und Schüler sollen in ihrem Selbstwert gestärkt werden, um sich über ihre Stärken aber auch Schwächen Klarheit zu verschaffen, ihre Stärken wieder oder neu wahrzunehmen und Hilfen anzunehmen.

Die kontinuierliche Kooperation der Schulsozialarbeiterin mit den Lehrkräften ist wegen des Zusammenhangs der Einzelfallhilfe mit schulbezogenen Leistungen, Problemsituationen oder Konflikten fester Bestandteil des Schullebens.

Sozialpädagogische Gruppenarbeit

Gruppenpädagogische Methoden zur Gewaltprävention, Mediation und Streitschlichtung ermöglichen es der Schulsozialarbeiterin, im Schulkontext angemessene Angebote zum Sozialen Lernen zu gestalten und gruppendynamische Prozesse in den einzelnen Klassen anzuregen und zu begleiten.

Die Projekte des Sozialen Lernens sollen zur Verminderung impulsiver und aggressiver Verhaltensmuster der Schülerinnen und Schüler beitragen und ihre sozialen Kompetenzen erhöhen und erweitern.

Die sozialpädagogische Gruppenarbeit dient allgemein der Prävention aggressiven Verhaltens. Aggressives und gewaltbereites Verhalten resultiert wesentlich aus einem Mangel an sozialen Kompetenzen, welcher eine konstruktive Form der Problem- und Konfliktbewältigung nicht zulässt.

Die sozialpädagogische Gruppenarbeit an der Förderschule Arche umfasst ein breites Spektrum an fördernden Aspekten. Hier einige Beispiele:

  • Förderung der Eigen - und Fremdwahrnehmung
  • Adäquater Umgang mit Nähe und Distanz
  • Impulskontrolle/Umgang mit Ärger und Wut
  • Stärkung des Selbstwertgewühls
  • Förderung der Reflexionsfähigkeit und einer realistische Selbstwahrnehmung
  • Förderung der Beziehungsfähigkeit/Gruppenfähigkeit
  • Erlernen von angemessenen Konfliktlösungsstrategien und Kooperationsverhalten
  • Akzeptanz und Einhalten von sozialen Regeln und Normen
  • Stärkung der persönlichen Grundstruktur und Handlungsfähigkeit

Die Soziale Gruppenarbeit findet im laufenden Schuljahr regulär in drei Schulklassen der Förderschule Arche statt und ist fest im Stundenplan implementiert. Die Gruppenangebote werden immer gemeinsam mit einer Lehrkraft  einmal in der Woche durchgeführt.

Offenes Angebot  „Aktive Pause“

Im Ganztagsschulbetrieb gestaltet die Schulsozialarbeiterin drei Mittagspausen mit einem vielfältigen offenen Angebot der Freizeitgestaltung.

Das Offene Angebot  „Aktive Pause" bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit  im Spiel miteinander in Kontakt zu kommen, Vertrauen zueinander aufzubauen,  Anknüpfungspunkte zu finden und adäquate Interaktionen zu entwickeln.

Das offene Angebot findet am Montag, Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 13.15 Uhr bis13.45 Uhr in der Aula der Förderschule Arche statt.

Kooperation

Durch Vermittlung der Schulsozialarbeiterin ist die Förderschule Arche perspektivisch am Mentoren-Projekt „Balu & Du“ in Kooperation mit dem Anna- Siemsen-Berufskolleg Herford beteiligt.

Die Schulsozialarbeiterin koordiniert die Kooperation mit diesen außerschulischen Institutionen und hält sie aufrecht:

       Allgemeiner Sozialer Dienst( ASD)

       Jugendamt der Stadt Herford

       Jugendamt der Stadt Bünde

       Jugendamt der Stadt Löhne

       Strohhalm Löhne

       Erziehungsberatungsstelle des Kreises Herford

       Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Herford

       Job-Center der Stadt Herford

       Ev. Jugendhilfe Schweicheln

       AWO-Pflegekinderdienst

So kann durch die Schulsozialarbeit ein Beitrag zur Öffnung von Schule geleistet, eine passende Unterstützung gewährleistet und zusätzliche Ressourcen für die Schule genutzt werden.

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Kooperation mit therapeutischen Praxen und Instituten

Wir arbeiten mit verschiedenen externen Kooperationspartnern zusammen:

Logopädische und krankengymnastische
Praxis Gerlind Möller-Grube
Hermannstr. 45
32052 Herford

Telefon: 05221 – 17510

 

Praxis für Ergotherapie
Nicola Bareis
Milchstr. 162
32120 Hiddenhausen

Telefon: 05221 – 63704

 

DRK Soziale Dienste OWL gGmbH
Institut für psychomotorische Entwicklungsförderung
Wittekindstraße 3
32051 Herford

Telefon: 05221 –275 44 99

 

 

(Bei Klick auf die Logos werden Sie zu den entsprechenden Internetauftritten weitergeleitet. Für die Inhalte externer Webeiten wird keine Haftung übernommen.)

Sollten Schüler der Arche logopädische, ergotherapeutische und/oder Verordnungen zur psychomotorischen Förderung haben, besteht die Möglichkeit, diese Termine im Vormittagsbereich wahrzunehmen. Therapeuten und Lehrer stehen im engen Austausch und stimmen so wichtige Förderziele und Schwerpunkte in der Arbeit mit dem Kind miteinander ab.

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Lehrerausbildung an der Förderschule Arche

Im Rahmen der schulpraktischen Lehrerausbildung werden an der Förderschule Arche regelmäßig Lehramtsanwärter für den Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung betreut und ausgebildet. Jeder Lehramtsanwärter arbeitet über 1 ½ Jahre in zwei Lerngruppen in den jeweiligen Lehrerteams als konstantes Lehrmitglied mit und wird von den entsprechenden Ausbildungslehrern beim Kompetenzerwerb in allen Handlungsfeldern des Lehrerberufs fortlaufend unterstützt und begleitet. Im Rahmen von Hospitationen, angeleitetem und selbstständigen Unterricht, sowie kollegialen Fachgesprächen und der Teilnahme an unterrichtsbegleitenden Arbeitsfeldern, wird der Lehramtsanwärter in den entsprechenden Kompetenzen für die Ausübung des Lehrerberufs geschult und eingearbeitet. Zu vermittelnde Kompetenzen sind die Diagnostik von individuellen Lernvoraussetzungen, die nachhaltige Gestaltung von Unterricht und Lernprozessen mit der Sicherstellung individueller Lernmöglichkeiten, Konfliktlösung und Konfliktmanagement sowie die Leistungsbewertung im Handlungsfeld einer Schülerschaft mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

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Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) ist ein Angebot an Frauen und Männer verschiedenen Alters und bietet die Möglichkeit  sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren. Der Bundesfreiwilligendienst dauert in der Regel 12 Monate.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 wird auch das Team der Förderschule Arche durch Bundesfreiwilligendienstleistende unterstützt.

In der Regel werden die Freiwilligen einem bestimmten Klassenteam zugeordnet, in dem sie hauptsächlich mitarbeiten.

Folgende Aufgabenbereiche werden innerhalb der Klassen abgedeckt:

  • individuelle Förderung einzelner Schüler im Unterricht
  • Mitwirkung im Kleingruppenunterricht
  • regelmäßige Betreuung von Spielsituationen im Unterricht
  • Unterstützung der Lehrkräfte bei der Beaufsichtigung von Schülern
  • begleitende Betreuung von Schülern während der Mittagsessenszeiten
  • Übernahme von Hilfstätigkeiten für die Lehrkräfte

Darüber hinaus übernehmen die Freiwilligen noch verschiedene Tätigkeiten im Bereich des allgemeinen Schullebens oder bei besonderen Schulveranstaltungen. Zum Beispiel:    

  • Mitwirkung bei der Schulhofpausenaufsicht
  • Erledigung unterschiedlicher Aufgaben bei der Vorbereitung und der Durchführung von Schulveranstaltungen
  • Hilfstätigkeiten im Rahmen der Schulorganisation
  • Übernahme von Aufgaben aus dem Bereich der Schulverwaltung

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Praktikantinnnen und Praktikanten

Die Förderschule Arche sieht in der Betreuung von Praktikanten einen Baustein für eine qualitativ gute Ausbildung von jungen Menschen, die später in pädagogischen Berufen arbeiten möchten. Daher absolvieren Schüler der weiterführenden Schulen sowie Studenten der Bachelor- und Masterstudiengänge regelmäßig mehrwöchige Praktika an unserer Schule. In Zusammenarbeit mit den betreuenden Lehrkräften erhalten sie wertvolle, individuelle Einblicke in den Schulalltag und erleben intensive Erfahrungen mit dem Lehrerberuf. 

Alle Beteiligten profitieren vom regelmäßigen Austausch der Lehrkräfte mit Praktikanten über aktuelle methodisch-didaktische Ansätze zur Unterrichtsentwicklung, -planung und    -durchführung. Einerseits möchten wir Erfahrung und Wissen weitergeben, andererseits sehen wir es als Bereicherung an, neue pädagogische Aspekte und Sichtweisen kennenzulernen und gegebenenfalls sogar in den Alltag zu integrieren.

Eine Begegnung mit der schulischen Praxis kann bei uns u.a. durch folgende Praktikumsformen erfolgen:

  •  „Schnuppertage“
  • Schülerpraktikum
  • Orientierungspraktikum
  • Berufsfeldpraktikum
  • Praxisstudien und -semester

Die Praktikanten hospitieren in der Regel in der ersten Woche des Praktikums möglichst viele Stunden in unterschiedlichen Klassen und Fächern und erleben den Unterricht bei mehreren Lehrkräften. Ab der zweiten Woche setzten die Praktikanten gemeinsam mit dem Praktikumsbeauftragten Schwerpunkte, wie z.B. die kontinuierliche Teilnahme am Unterricht in einer Lerngruppe, bei einer Lehrperson, in einer Jahrgangsstufe etc. Dabei versuchen wir stets zu berücksichtigen, welche Beobachtungsschwerpunkte von den Praktikanten ausgewählt werden oder welche individuellen Wünsche bestehen. Je nach Art des Praktikums können im weiteren Verlauf neben der Hospitation auch eigene Unterrichtserfahrungen gesammelt werden, indem der Praktikant z.B. geplante Sequenzen von Unterrichtsstunden, Betreuungsaufgaben von einzelnen Kindern übernimmt oder eigenen Unterricht unter Anleitung einer Lehrkraft selbst plant, durchführt und reflektiert.

Einen offenen und freundlichen Umgang, Interesse an der Arbeit mit unseren Kindern, Beachtung der in der Schule geltenden Vorschriften, selbstständige und rechtzeitige Absprache weiterer Angelegenheiten und Termine sowie Mitarbeit in allen Bereichen setzen wir als selbstverständlich voraus.

An unserer Schule besteht zudem die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Schulsozialdienst in Form eines Vorpraktikums, Projektpraktikums oder Blockpraktikums zu machen. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Schulsozialdienst der Förderschule Arche.

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Förderverein

Seit den 90ger Jahren unterstützt der Förderverein „Freunde und Förderer der Arche“ die pädagogische Arbeit an der Förderschule Arche. Im Sinne dieser Unterstützung arbeiten Eltern, Lehrer und andere interessierte Menschen zusammen. Die Ziele dieser Arbeit sind:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung bei der Anschaffung  diverser Materialien (z.B. Pausenspielgeräte)
  • Unterstützung bei der Organisation bzw.  der Teilnahme der Schule an öffentlichen Kultur- und Sportveranstaltungen
  • Unterstützung für die Teilnahme an Klassenfahrten
  • Mitgestaltung des Schullebens

Häufig ist der Förderverein auch Ansprechpartner für an unserer Schule interessierte Institutionen, die einen finanziellen oder anderen unsere pädagogische Arbeit unterstützenden Beitrag leisten wollen.

Spendenkonto:  

Förderverein „Freunde und Förderer der Arche“

BIC: WLAHDE44XXX

IBAN: DE75 4945 0120 1132 7436 16

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Vernetzung in der Gemeinde Kirchlengern

Seit Beginn des Schuljahres 2013/14 ist Quernheim in Kirchlengern unser neuer Schulstandort. Obwohl wir weiterhin eine Schule in Trägerschaft des Kreises Herford sind, erfreuen wir uns seitdem einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kirchlengern und verschiedener Vereine und Einrichtungen. Immer wieder nehmen Klassen der Förderschule Arche außerdem das Angebot der Pastorin wahr und besichtigen die Kirche in Hagedorn.

Wie die anderen Schulen der Gemeinde dürfen wir das Schwimmbad Aqua Fun für den Schwimmunterricht unserer Drittklässler nutzen.

Am Karnevalsdienstag beteiligen wir uns im Wechsel mit der Grundschule Stift Quernheim an der Ausrichtung des im Norden der Gemeinde traditionellen „Hedwigstages“.

Auch zu anderen Veranstaltungen für die Grundschulen der Gemeinde werden wir regelmäßig eingeladen und nehmen dies gerne an. Zuletzt besuchten unsere Dritt- und Viertklässler zum Beispiel die Junggeflügelausstellung des RGZV Klosterbauerschaft, in der Sachunterricht hautnah erlebt werden konnte.

Zur Freiwilligen Feuerwehr Kirchlengern besteht ebenfalls guter Kontakt, der im Rahmen des Sachunterrichts genutzt wird. Einzelne Klassen konnten dort bereits eine aufregende Vorführung der Fahrzeuge und Geräte erleben. Ein Gerätewagen besuchte uns außerdem beim Sommerfest 2014 und bot Wasserspiele für unsere Gäste an.

Der Kulturverein Kirchlengern bindet uns ebenfalls in sein Engagement für die Schulen der Gemeinde ein. Im Schuljahr 2014/15 dürfen wir uns über eine Spende für einen kulturellen Zweck freuen.

Für die gute Einbindung bedanken wir uns gerne mit Einladungen zu den Festen in unserer Schule. Bei der Einweihungsfeier im Herbst 2013 sowie beim Sommerfest 2014 konnten wir den Bürgermeister, Vertreter der Gemeinde und viele Nachbarn aus Quernheim begrüßen.

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